Mathilde Rosier
Every day the same
Karlsruhe, 17.01.2004 - 21.02.2004
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Pressemitteilung
"Every day the same" ist die erste Einzelausstellung von Mathilde Rosier in Deutschland. Ihre Filminstallationen entwickeln auf sehr spezielle Weise ein "anderes Erzählkino". Der White Cube wird zur Black Box. So ist der gesamte Präsentationsraum verdunkelt und es finden sich Sitzgelegenheiten wie in einem Kino. Gleichzeitig brechen der neue ortsspezifische Kontext eines Ausstellungsraums und die nicht-linearen Erzählstrukturen der Filme mit jeglicher konventionellen Erwartung. Wesentliches Merkmal von Mathilde Rosiers Filmen bildet der nahtlose Loop. Interessanterweise erkennt der Betrachter eine dramatische Handlung, jedoch sind weder Anfang noch Ende eindeutig zu benennen. Trotzdem sind ihre Filme so strukturiert dass der Betrachter sie zweimal ansehen sollte. Während frühere Arbeiten Landschaften und Tiere als Protagonisten inszenierten, erscheinen in ihrem Film "Every Day the Same" zum ersten Mal Menschen als Protagonisten. Von der Künstlerin selbst komponierte melodramatische Musik bildet die Begleitung der Ereignisse. In zwielichtiger Dämmerung spaziert eine Frau auf einem verlassenen Weg zwischen Wiesen entlang. Ein Mann in einem Auto benutzt scheinbar denselben Weg. Die beiden sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Verwackelte Filmbilder zeigen grasende Kühe. Plötzlich sieht man die Frau seltsam regungslos auf der Wiese liegen. Ist sie tot? Der Irrationalität der vermeintlichen Tat entsprechen die nicht näher zu bestimmenden Handlungsorte des Filmes. Sie könnten überall und nirgendwo sein. So bildet die Vorstellungskraft des Betrachters die eigentliche Verortung der Handlung. Die ambivalente Atmosphäre von "Every day the same" und die äußere Ähnlichkeit der Protagonisten verweisen zudem auf die zeitgenössische Befragung von subjektiver Identität und der Interpretation von gesehenen Ereignissen.
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